REALLABORE & PRAXIS
Reallabore und praxisnahe Projekte bilden den Anwendungsraum der Forschungsarbeit.
Hier werden Konzepte nicht nur umgesetzt, sondern bewusst als Lernprozesse verstanden. Praxis dient dazu, theoretische Annahmen zu überprüfen, zu relativieren oder weiterzuentwickeln. Sie macht sichtbar, wo Modelle greifen, wo sie scheitern und welche Faktoren im realen Kontext entscheidend sind.
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Reallabore
das Testen von Ansätzen unter realen Bedingungen.
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Austausch
den Dialog mit Akteuren vor Ort.
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Systemisch
das Lernen aus Zielkonflikten und Unsicherheiten.
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Transformativ
Forschung und Praxis stehen dabei nicht nebeneinander, sondern in einem kontinuierlichen Wechselverhältnis.
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Ferfahrungen
Über zwanzig Jahre im Beruf. Multispektraler Horizont.
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Offen und kollaborativ
Plattform als dynamischer Arbeitsraum, nicht als statisches Schaufenster.
Selbstständig und Unabhängig
Torre San Teobaldo
Im Rahmen der selbstständigen und unabhängigen Tätigkeit unter dem Namen Torre San Teobaldo werden seit mehreren Jahren Projekte an der Schnittstelle von Forschung, Praxis und gesellschaftlicher Transformation entwickelt und umgesetzt. Die Arbeit versteht sich nicht als klassische Dienstleistung, sondern als projektbasierter Arbeits- und Denkraum für komplexe Fragestellungen in den Bereichen Ernährungssysteme, Nachhaltigkeit und regionale Entwicklung. Die Tätigkeiten umfassen Veranstaltungsmanagement, Beratungs- und Entwicklungsprozesse, Vorträge sowie die Leitung interdisziplinärer Projekte. Im Mittelpunkt steht dabei die Konzeption, Organisation und Moderation von Formaten, die Wissenstransfer, Reflexion und praktische Erprobung miteinander verbinden. Torre San Teobaldo dient zugleich als organisatorischer Rahmen für Reallabore, Kooperationsprojekte und internationale Zusammenarbeit. Die Unabhängigkeit der Struktur ermöglicht es, flexibel zwischen wissenschaftlichen, institutionellen und praktischen Kontexten zu arbeiten und neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben.
Ahrtrüffel e.V.
Präsident
In der Funktion als 1. Vorsitzender von Ahrtrüffel e.V. liegt die Verantwortung für die strategische Ausrichtung, organisatorische Führung und inhaltliche Weiterentwicklung des Vereins. Der Verein widmet sich dem Aufbau, der Pflege und der Etablierung einer regional verankerten Trüffelkultur als Bestandteil nachhaltiger Landnutzung und ländlicher Entwicklung. Die Tätigkeit umfasst die Koordination der Vereinsarbeit, die Moderation von Entscheidungsprozessen sowie die Vertretung des Vereins nach außen gegenüber Mitgliedern, Kooperationspartnern, Institutionen und der Öffentlichkeit. Ein zentraler Fokus liegt auf der Verbindung von fachlicher Expertise, praktischer Anbaupraxis und langfristigen Entwicklungszielen. Inhaltlich wird der Verein als Wissens- und Austauschplattform für Trüffelanbau, Bodenökologie, Mykorrhiza-Systeme und standortangepasste Pflegekonzepte positioniert. Ziel ist es, tragfähige Strukturen für einen ökologisch verantwortungsvollen, regionalen Trüffelanbau zu schaffen und diesen in übergeordnete Fragen von Biodiversität, Resilienz und Wertschöpfung einzubetten. Die Rolle als 1. Vorsitzender erfordert die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zu integrieren, fachliche und organisatorische Ebenen zu verbinden und den Verein als lernende Organisation weiterzuentwickeln.
Eifel, Rheinland-Pfalz
Hausverwalter
In der Funktion als Hausverwalter in der Eifel (Rheinland-Pfalz) liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit auf der nachhaltigen Bewirtschaftung und Entwicklung eines ländlich-ökologischen Anwesens mit besonderem Fokus auf Wiederaufforstungsprozesse und Subsistenzwirtschaft. Die Arbeit verbindet Elemente der ökologischen Landnutzung, des ressourcenschonenden Gestaltens von Lebensräumen und der langfristigen Stabilisierung lokaler Ökosysteme.
Ein wesentlicher Aspekt dieser Tätigkeit ist die Planung, Koordination und operative Umsetzung von Maßnahmen zur Wiederherstellung und Aufwertung natürlicher Waldstrukturen. Dies beinhaltet die Auswahl standorttypischer Baum- und Straucharten, die Pflege junger Bestände sowie die Integration von Biodiversitäts- und Bodenaufbaukonzepten. Im Rahmen dieser Wiederaufforstungsarbeit werden ökologische Funktionen wie Wasserrückhalt, Artenvielfalt und Kohlenstoffbindung gezielt gestärkt und in ein langfristiges Nutzungs- und Pflegekonzept eingebettet. Parallel dazu umfasst die Hausverwaltung die Entwicklung und Erprobung von Subsistenzwirtschaftsformen im unmittelbaren Lebensumfeld. Ziel ist es, Versorgungssysteme zu etablieren, die lokale Ressourcen nachhaltig nutzen und gleichzeitig Resilienz gegenüber externen Versorgungsrisiken aufbauen. Dies kann Garten-, Obst- und Gemüseanbau, tiergestützte Nutzung, Vorratshaltung sowie die organisatorische und räumliche Strukturierung kleinerer Produktionseinheiten umfassen. Die Tätigkeit erfordert ein breites Spektrum an Kompetenzen: ökologische Kenntnisse zur Wald- und Landnutzung, praktische Erfahrung in der Landschaftspflege, planerisches und organisatorisches Geschick sowie die Fähigkeit, komplexe ökologische und soziale Systeme in ein zusammenhängendes Bewirtschaftungskonzept zu überführen.
Ahrtrüffel e.V.
Trüffelanbau & -pflege
Im Rahmen der Vorstandstätigkeit bei Ahrtrüffel e.V. liegt der fachliche Schwerpunkt auf dem Bereich Trüffelanbau und -pflege. Die Tätigkeit verbindet agrarökologisches Fachwissen mit organisatorischer und strategischer Verantwortung für den Aufbau und die Weiterentwicklung einer regional verankerten Trüffelkultur. Zentrale Aufgaben umfassen die fachliche Begleitung von Anbau- und Pflegekonzepten, die Auseinandersetzung mit Standortfaktoren, Bodenökologie und Mykorrhiza-Systemen sowie die Unterstützung von Mitgliedern bei der Etablierung langfristig tragfähiger Trüffelplantagen. Dabei steht nicht die kurzfristige Ertragsoptimierung im Vordergrund, sondern die Entwicklung resilienter, standortangepasster Systeme. Darüber hinaus wirkt die Vorstandstätigkeit an der inhaltlichen Ausrichtung des Vereins mit, insbesondere im Hinblick auf Wissenstransfer, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es, Trüffelanbau als Bestandteil nachhaltiger Landnutzung, regionaler Wertschöpfung und ökologischer Diversifizierung zu stärken.
Sapio Kulinarische Entdeckungsreisen
Web-Launch-Koordinator
Tätigkeit als Web-Launch-Koordinator die inhaltliche und organisatorische Begleitung des digitalen Neuauftritts von Sapio Kulinarische Entdeckungsreisen. Ziel war die strukturierte Übersetzung des Reise- und Bildungsangebots in einen kohärenten digitalen Raum.
Der Aufgabenbereich umfasste die Koordination zwischen Redaktion, Design und technischer Umsetzung, die inhaltliche Strukturierung von Angeboten sowie die Sicherstellung einer konsistenten Darstellung von Haltung, Anspruch und Programmprofil. Besonderes Augenmerk lag auf Verständlichkeit, inhaltlicher Tiefe und der Vermeidung rein marketingorientierter Darstellung.
Sapio Kulinarische Entdeckungsreisen
Reiseleiter
Emilia-Romagna · Südtirol · Piemont
In der Tätigkeit als Reiseleiter bei Sapio Kulinarische Entdeckungsreisen lag der Schwerpunkt auf der konzeptionellen und inhaltlichen Begleitung kulinarischer Bildungs- und Entdeckungsreisen in ausgewählten Regionen Italiens. Die Arbeit verband kulinarische Praxis mit kultureller, landwirtschaftlicher und regionalökonomischer Einordnung.
Im Mittelpunkt stand die Vermittlung von Zusammenhängen zwischen Lebensmittelproduktion, Landschaft, regionaler Identität und Handwerkskultur. Die Reisen wurden nicht als touristisches Format verstanden, sondern als lernende Erfahrungsräume, in denen Teilnehmende Einblicke in Produktionsweisen, Wertschöpfungsketten und lokale Wissenssysteme erhielten.
Die Rolle erforderte neben organisatorischer Verantwortung vor allem die Fähigkeit, komplexe kulturelle und ökonomische Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und dialogische Lernprozesse zu moderieren.
ORS Gruppe
Projektentwickler
In der Rolle als Projektentwickler bei der ORS Gruppe lag der Schwerpunkt auf der Konzeption und Entwicklung innovativer Ansätze an der Schnittstelle von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Wertschöpfungssystemen. Zentrale Themenfelder waren die blockchain-gesicherte Zertifizierung, tokenbasierte Anreiz- und Vergütungsmodelle sowie der Einsatz KI-gestützter Systeme zur Bewertung und Honorierung von Leistungen. Die Arbeit befasste sich insbesondere mit der Frage, wie digitale Technologien genutzt werden können, um Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen in komplexen Wertschöpfungsketten zu erhöhen. Blockchain-basierte Zertifizierungsansätze dienten dabei der fälschungssicheren Dokumentation von Herkunft, Qualität und Nachhaltigkeitskriterien, während Token-Modelle als Instrument zur differenzierten Vergütung und Incentivierung entwickelt wurden. Ein weiterer Fokus lag auf der Integration von KI-gestützten Bewertungsmechanismen, um Leistungen, Beiträge oder ökologische Wirkungen datenbasiert zu analysieren und in adaptive Vergütungssysteme zu überführen. Ziel war es, technologische Innovationen nicht isoliert zu betrachten, sondern in tragfähige organisatorische und ökonomische Modelle einzubetten.
Fiorital SpA
Qualitätsmanager
Im Rahmen der Tätigkeit bei Fiorital SpA lag der Schwerpunkt auf der Qualitätsanalyse von Lebensmitteln sowie der Verbindung zwischen industrieller Lebensmittelverarbeitung und gastronomischer Anwendung. Die Arbeit bewegte sich an der Schnittstelle von Produktqualität, sensorischer Bewertung und praktischer Nutzung im gastronomischen Kontext. Zu den Aufgaben gehörte die analytische Begleitung von Produkten entlang der Wertschöpfungskette, insbesondere im Hinblick auf Qualitätssicherung, sensorische Eigenschaften und Verarbeitungseignung. Dabei wurde Qualität nicht ausschließlich technisch verstanden, sondern auch in Bezug auf Herkunft, Verarbeitung, Nutzungskontexte und kulinarische Anforderungen reflektiert. Die Tätigkeit erforderte ein differenziertes Verständnis für industrielle Prozesse ebenso wie für gastronomische Praxis und trug dazu bei, Qualitätskriterien zwischen Produktion, Weiterverarbeitung und Anwendung zu vermitteln und abzustimmen.
La Banca del Vino di Pollenzo
Tour Guide
In der Tätigkeit als Tour Guide bei La Banca del Vino di Pollenzo lag der Schwerpunkt auf der Vermittlung weinkultureller, historischer und regionalökonomischer Zusammenhänge. Die Arbeit verstand Wein nicht primär als Produkt, sondern als kulturell, landschaftlich und sozial eingebettetes Gut. Zentrale Aufgabe war die Führung und inhaltliche Begleitung von Besucher:innen durch die Institution, einschließlich der Einordnung von Weinen in ihre jeweiligen Herkunftsregionen, Produktionsweisen und kulturellen Kontexte. Dabei wurden Themen wie Terroir, handwerkliche Praxis, Lagerung, Zeitlichkeit und Wertschöpfung ebenso vermittelt wie institutionelle Ansätze zum Erhalt weinkulturellen Erbes. Die Rolle erforderte die Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich zu strukturieren und dialogisch zu vermitteln sowie unterschiedliche Wissensstände und Interessen produktiv aufzugreifen.
Genuine Education Network
Projektleiter & internationale Kooperation
Im Rahmen der Mitarbeit im Genuine Education Network lag der inhaltliche Schwerpunkt auf Fragestellungen des Strukturwandels in ländlichen Regionen sowie auf nachhaltiger Landwirtschaft und Produktinnovation im internationalen Vergleich. Die Arbeit bewegte sich an der Schnittstelle von Bildung, Forschung und Praxis und verband europäische und japanische Perspektiven auf regionale Entwicklung und Ernährungssysteme. Zentrale Themen waren die Analyse ländlicher Transformationsprozesse, die Rolle traditioneller Wissenssysteme sowie die Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Produkte unter Berücksichtigung kultureller, ökologischer und ökonomischer Rahmenbedingungen. Besonderes Augenmerk lag darauf, wie Innovation aus bestehenden Strukturen heraus entstehen kann, ohne lokale Identitäten und ökologische Grundlagen zu unterminieren. Ein sichtbarer Ausdruck dieser Arbeit war die Präsentation auf der Expo 2015 in Mailand mit dem Beitrag „Dreiklang der japanischen Kulinaristik“. Die Präsentation stellte die Wechselwirkung von Produkt, Kultur und Landschaft in der japanischen Kulinarik dar und verdeutlichte, wie Ernährungssysteme als kulturell eingebettete und lernfähige Strukturen verstanden werden können.
Kleines Meer, Kempinski, Hilton, Dorint, Die Bank, Restaurant Sonne, Boccabuona
Küche, Service und Hotellerie
Die Tätigkeit als Koch in unterschiedlichen gastronomischen Kontexten bildete eine frühe und prägende Praxisphase des beruflichen Werdegangs. Die Arbeit umfasste sowohl klassische Küchenorganisation als auch den Umgang mit frischen Produkten, handwerklichen Zubereitungstechniken und teamorientierten Arbeitsprozessen unter realen zeitlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. In den genannten Häusern standen unterschiedliche gastronomische Anforderungen im Vordergrund – von hotelbasierter Gastronomie über städtische Restaurantformate bis hin zu regional verankerten Küchen. Diese Vielfalt ermöglichte einen differenzierten Einblick in Produktionslogiken, Qualitätsverständnisse und Arbeitsrealitäten gastronomischer Systeme. Die praktische Arbeit in der Küche schärfte früh das Verständnis für Lebensmittel als Ergebnis komplexer Wertschöpfungsketten, für den Zusammenhang zwischen Produktqualität, Verarbeitung und Nutzung sowie für die sozialen und organisatorischen Dimensionen von Ernährungssystemen. Diese Erfahrungen bilden bis heute eine wichtige Grundlage für die analytische und forschungsbezogene Auseinandersetzung mit Ernährung, Nachhaltigkeit und Transformation.
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Vorträge
„Slow Life“ Food Education Forum, Japan
„Herbarium der Yamagata Präfektur“ UNESCO Netzwerk, Japan„Circular Rural Development" Makerere Business School, Uganda
„Mykologie und Entsiegelung: Die unsichtbaren Ökosystemleistungen unter unseren Füßen" HFGG, Deutschland
„Trüffel der Eifel" Ahrtrüffel e.V., Deutschland
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Expo 2015
Als Keynote Speaker auf der Expo 2015, im Slow Food Pavilion in Mailand. Thema: Dreiklang der japanischen Kulinaristik, Traditionelle Medizin und Kultur. Ein Vortrag über Nachhaltigkeit in der Gastronomie und die Bedeutung von saisonalen Zutaten. Als Ergebniss einer Forschungsreise in die Mie Präfektur in Japan. Dieser erhielt begeisterte Rückmeldungen von Branchenexperten und führte zu neuen Initiativen für umweltbewusstes Kochen.
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Publikationen
„Jagd auf das Schwarze Gold“, „Slow-Sommer-Menü" und „Piemonteser Schlemmereien zu Weihnachten" Wild & Hund